 |
|
Novize Beorn
Bruder Beorn, Novize vom Orden des Heiligen Golgari Beorn wurde am 1. Boron des Jahres 11 Hal als vierter Sohn einer Bauernfamilie auf einem abgelegenen Hof in der Nähe von Andergast geboren. Das Glück seiner unbekümmerten Kindheit nahm ein jähes Ende als eine Bande marodierender Räuber den Hof überfiel, die Lebensmittelvorräte stahl und die gesamte Familie meuchelte. Zurück blieb allein Beorn, der im Auftrag seines Vaters an diesem Tag Holz im nahe gelegenen Wald sammelte. Als er nach Hause kam, sah er die Mörder gerade noch wegreiten. Er konnte einige Gesichter erkennen. Gesichter die er nicht vergessen kann. Genauso wenig wie das Bild des brennenden Hofes und der leblosen und geschundenen Körper seiner Geschwister und Eltern. Das alles verfolgt ihn, obwohl es doch schon so lange her ist, seitdem jede Nacht.
Beorn entschied sich in die Welt zu ziehen und neuen Halt in der Ferne zu suchen. Der Glaube an Boron, dessen Lehren ihm durch seine Eltern bekannt war gab ihm die Stärke, nicht an seinem Schicksal zu zerbrechen. Jahrelang versuchte er vergebens die Männer und Frauen zu stellen die ihm seine Familie nahmen. Es folgte eine Zeit der Resignation. Danach ein Gefühl der Berufung. Die Berufung gegen jegliches Böse ins Feld ziehen zu müssen. Er schloss sich mehreren Abenteurergruppen an, die sich jedoch aus den diversesten Gründen wieder auflösten. Vor einem Jahr hörte er vom Orden der Golgariten und beschloss sein Leben diesem Bund zu widmen. Zur Person: Beorn ist getrieben von dem Willen sich dem Bösen überall zu Stellen, wo es auftaucht, um Anderen Schicksalsschläge in der Art seiner eigenen zu ersparen. Trotzdem sein Streben jetzt in der Hauptsache dem Wohl der Anderen gilt hofft er tief im Innern die Schuldigen am Mord an seiner Familie zu finden und sie zur Rechenschaft zu ziehen, oder endlich mit Borons Hilfe zu Vergessen, um sich der Bekämpfung des Bösen voll und ganz widmen zu können. Bei einer ersten Begegnung mag ein Gegenüber den Eindruck erhalten, einen introvertierten und ernsten Menschen vor sich zu haben. Doch besitzt Beorn auch eine lebenslustige und frohe Seite, die sich Fremden allerdings erst nach einiger Zeit offenbart. Er ist freundlich, zielstrebig und bereit den Mitgliedern seiner Gruppe ohne Wenn und Aber zur Seite zu stehen. Andererseits ist er unbarmherzig dann, wenn es um das Sühnen von Missetaten geht.
Beorn ist 1,78 groß, schlank, mit kurzen Haaren, einem Vollbart und einer Schwerthiebnarbe auf der linken Wange, die er sich beim Kampf gegen eine Orkbande zugezogen hat. Auf Statussymbole und besonderen Besitz legt er keinen Wert. Der einzige Besitz der ihm wirklich etwas bedeutet ist ein großer Dolch. Diesen Dolch fand er in den Händen seines toten Vaters und es ist das Einzige, was ihm von seiner Familie geblieben ist. Er trägt die gut geschärfte Waffe immer bei sich. Magie ist für Beorn ein faszinierendes Phänomen, das er aber weder richtig versteht, noch in irgendeiner Form anwenden kann. Er würde gern, aber bisher fehlt ein Lehrer der ihn in das Gebiet einführt."
Text: Kai Strackbein
|
|
|