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Knappe Boronian von Dunkelstein
Bruder Boronian, Knappe vom Orden des Heiligen Golgari
Aussehen
Boronian von
Dunkelstein scheint im lieblichen Almada völlig fehl am Platz: Mit seinen
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Größe und seiner fast bleich zu nennenden Hautfarbe passt er so gar
nicht in das Bild des Laien von einem almadanischen Ordensritter des Golgari.
Seine schwarzen Haare trägt Boronian schulterlang, er ist von hagerer
Statur, aber nicht unmuskulös. Eine
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breite, recht schmale Narbe
unterhalb seines rechten Auges kündet außerdem davon, dass der junge
Boronian schon so manche Schicksalsschläge hinter sich hat. Überhaupt ist
sein Auftreten sehr unheimlich: Der starre, düstere Blick seiner
kohlrabenschwarzen Augen scheint bis in die tiefsten Abgründe der Seele zu
reichen und die Narbe trägt das Ihrige zu diesem Furcht erregenden Anblick
bei.Curriculum Vitae
Im Jahre 15 Hal wurde Gerbald von Dunkelstein als
Sohn einer Edlenfamilie aus dem Hause Dunkelstein, das seinen Sitz in
Eslamsbrück hatte, geboren. Seine Kindheit war normal. Als Zweitgeborener
der beiden Eltern Bosper und Elida, wurde ihm schon früh bewusst, dass er
niemals den Familienbesitz erben würde, sein bei seiner Geburt bereits 11
Jahre alter Bruder namens Cordovan, ein stolzer, aber oft jähzorniger Recke
war für diese Aufgabe vorgesehen. So war der stets stille und unscheinbare
Gerbald schon früh für den Dienst an Firun vorgesehen. Doch wie so oft im
Leben kam alles anders. 26 Hal landeten Borbarads Truppen bei Mendena,
Cordovan zog in den Osten, um das Land zu verteidigen und blieb verschollen.
27 Hal kam es schließlich zur Schlacht bei Eslamsbrück und Gerbald musste
mit
ansehen, wie Untote, Dämonen und Schrecken erregende Söldner alles
Kurz
und
Klein schlugen und auch seine Eltern den Schwertstreichen der Borbaradianer zum Opfer fielen. Er selbst entkam nur knapp dem Tod, nachdem
ihn ein Söldner unterhalb des rechten Auges und am linken Bein verletzte,
jedoch von einem Verteidiger kurz darauf niedergestreckt wurde.
Zu allem
Schrecken machte der entsetzte Gerbald, als er bereits verzweifelt versuchte
aus der Stadt zu fliehen, auch noch seinen Bruder unter den Angreifern aus,
der mit Grimm in den Augen an der Spitze der Söldnerschar wehrlose Kinder
köpfte und Häuser in Brand steckte. Wie durch ein Wunder (und vielleicht war
es ja
wirklich
eines) konnte Gerbald aus dem Chaos fliehen und zusammen mit einer
anderen Familie gelang dem Kleinen die Flucht aus den brennenden Trümmern,
die einst seine Heimat waren, bis hin zur Trollpforte.
Da ihn die Familie,
mit der er gezogen war, nicht dauerhaft ernähren konnte, hatte sie doch
selbst alle Not zu überleben, war der Waise bald hoffnungslos und allein.
Mit Schreckensbildern in den Gedanken und traumlosen Nächten streifte er von
der Trollpforte nach Zwerch, von dort nach Rommilys und dann Richtung
Gareth. Auf diesem Weg wurde er von einem Ordensritter des Golgari gefunden,
der ihn nach einem kurzen Wortwechsel mit sich führte, benötigte der Orden
doch gerade in diesen Zeiten jeden, den sie brauchen konnten, denn Untote
wälzten sich der Hauptstadt zu.
So kam es, dass der junge Gerbald als Knappe
des Ramon Galdani in den Orden
aufgenommen
und
auf der
Ordensburg Phexenstein
stationiert
wurde, wo er zusammen mit der Ablegung seines alten Namens und
der Annahme des Namens Boronian bald Vergessen fand von den Gräueln, die er
einst mit
ansehen musste. Doch eines wird er nie vergessen können: Die
Schandtaten seines Bruders und die Verlust seiner Heimat und im Stillen hat
er sich geschworen, seinen Bruder zu stellen und sein Land zurückzuerobern.Motivation
Boronian ist schweigsam
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schweigsamer als so manch anderer Novize in der Ordensburg Phexenstein und
oft hängt er geistesabwesend seinen Gedanken nach, wenn
gleich Boron ihm
schon seliges Vergessen in Bezug auf die Schlacht von Eslamsbrück
geschenkt
hat. Er übt außerordentlich fleißig und meldet sich oft freiwillig für so
manche Dienste, vor allem, wenn er dadurch ein wenig raus aus der Burg
kommt. Gleichzeitig drängt er sich jedoch nicht auf, obwohl ihm vorstrebt,
noch Höheres zu erreichen. Denn Boronian will eines Tages unbedingt für die
Freiheit seiner Heimat und die Seele seines Bruders kämpfen oder dessen
Tod, wenn es bereits zu spät ist.Vorstellung von Moral und Orden
Andersgläubigen oder anderen Rassen gegenüber tritt
Boronian sehr tolerant, ja fast gleichgültig auf, denn er vertritt die
Überzeugung vieler Gläubiger, dass vor Boron ohnehin ein jeder gleich ist.
Nur erklärte Feinde der zwölfgöttlichen Gemeinschaft will Boronian von Dere
getilgt sehen, hier vor allem natürlich die untoten Schergen des Schwarzen
Drachen und die anderen Heptarchen, nicht aber einfache Söldner, die er zu
bekehren hofft, da sie doch teilweise zu sehr unter dem Einfluss ihrer
Herrscher stehen, um wirklich wissen zu können, was sie tun
(In diesem
Sinne ist er sicherlich noch sehr idealistisch, was aber auch an der
Hoffnung liegen mag, dass die Seele seines Bruders, der ja auch Söldner des Bethaniers ist, zu erretten ist).
Doch zieht Boronian wirklich einmal sein
Schwert, so kann man davon ausgehen, dass er es auch zum Tode seiner Feinde
einsetzen wird.
Im Orden des Golgari sieht
Boronian vor allem ein Mittel um sein Heimatland zurückzugewinnen und dem
Untoten Heerwurm Einhalt zu gebieten. Deshalb wünscht er sich auch nichts
sehnlicher, als eines Tages wieder an der Front zum Einsatz zu kommen, um
seinen Teil an der Befreiung beizutragen.
Text:
Norbert Kittenberger
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