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Knappe Borotin Movert

Bruder Borotin, Knappe vom Orden des Heiligen Golgari und Diener Golgaris

Borotin Movert wurde in einem kleinen, unbedeutenden Dorf im Kosch geboren. Er erregte bereits als Kind die Aufmerksamkeit der anderen Dorfbewohner da er eine sehr bleiche Haut besaß, gleich wie lange er sich in der sonne aufhielt. Doch mied er das grelle Licht wo es nur ging und hielt sich lieber alleine in seiner Kammer oder in einem nahe gelegenen, schattigen Wäldchen auf. Dort wo Ruhe herrschte.
Auch der Umstand dass seine Augen pechschwarz waren ebenso wie seine Haare ließen ihn nicht zum beliebtesten Jungen des Dorfes werden.

Bis zu dem Tage als ein reisender Geweihter des Boron das Dorf besuchte, um sich um die Pflege des Boronangers zu kümmern und somit den örtlichen Laiendiener des Boron, einen Schreiner, zu entlasten. Dieser sah in Borotin, aufgrund seiner düsteren Ausstrahlung und seiner Eigenarten, ein Zeichen Borons und beschloss den Jungen nach Punin mitzunehmen. Es fiel ihm nicht schwer den Jungen seinen Eltern, armen Bauern, abzuschwatzen, da sie ihn für die Feldarbeit aufgrund seiner Eigenarten wenig gebrauchen konnten und ihr Erspartes auch nicht mehr lange reichen würde. Sollte es wenigstens ihr Sohn besser haben als sie.

In Punin angekommen entwickelte sich Borotin im Haupttempel des Schweigsamen zu einem gelehrigen und wissbegierigen Novizen der keinerlei Angst vor dem Tod und seinen Begleiterscheinungen zu haben schien. Aus diesem Grund wurde er auch zum Diener Golgaris ausgebildet. Nach einem Botengang zum Ordenshaus der Golgariten in Punin, bei welchem er das Training der Ritter beobachten konnte, begann er sich für den Orden zu interessieren. Denn wie sehr auch die Lehren davon sprechen, dass die widernatürlichen Wesenheiten die sich entgegen Borons Wunsch erheben, mittels eines tiefen Glaubens auszutreiben seien, der Rabenschnabel als ausführendes Instrument spielte dabei immer eine entscheidende Rolle. Nach (für Geweihte des Boron) hitzigen Debatten mit seinem Mentor, konnte Borotin seinen Willen durchsetzen und erhielt die Erlaubnis, seine Lehrzeit zum Teil bei den Golgariten zu verbringen. Dies nutze er hauptsächlich um Fakten über unheilige Wesenheiten zu sammeln und den Umgang mit dem Rabenschnabel zu erlernen.

Nach seiner Weihe zum Diener Golgaris erhielt wurde er daher auch dem Golgariten-Ordenshaus zu Punin als Knappe zugeteilt.

Text: Maik Bossert