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Knappin Deirdre Diwain

Schwester Deirdre, Knappin vom Orden des Heiligen Golgari und Dienerin Golgaris

Deirdre wurde vor 10 nach Hal in Abilacht geboren. Sie war die Tochter eines Handwerkers, konnte aber nie Interesse für einen handwerklichen Beruf entwickeln. Voll Bewunderung stand sie aber jedes mal am Straßenrand, wenn die Abilachter Reiter durch auf einer Parade durch die Stadt zogen. Sie bewunderte jeden Reiter und jede Reiterin dafür, dass er die Uniformen des Reiches trug, und beneidete sie darum, ein prächtiges Pferd reiten zu dürfen, denn Symbole der Macht und der Autorität zogen sie ebenso an wie prächtige Pferde.

Da sie zu einer robusten, geschickten und starken Frau heranwuchs, fasste sie den Entschluss, sich einem stehenden Heer anzuschließen. Wegen mangelder Vorkenntnisse und zahlreicher anderer Freiwilliger wurde sie zu ihrer Enttäuschung nicht den Abliachter Reitern zugeteilt, sondern der "Flussgarde" in Havena. Das einzige Pferd, das sie dort zu sehen bekam, war das ihres Hauptmanns, das sie oft freiwillig pflegte und fütterte. Der Hauptmann erkannte ihr besonderes Talent, mit Tieren umzugehen, und überließ ihr nach und nach die ständige Betreuung des Pferdes. Aus Dankbarkeit unterstütze er nach Ablauf ihrer ersten Dienstzeit ihre Bitte, zu den Abilachter Reitern wechseln zu dürfen.

Deirdre hatte ihr Ziel erreicht, aber die albernischen Einheiten standen wegen der borbaradianischen Invasion ständig im Felde, weit von der Heimat, und mussten starke Verluste hinnehmen.
Folgeschwere Auswirkungen auf ihr Leben hatte die Desertation der albernischen Regimenter.
Obwohl sie sich nicht an der Desertation beteiligte, wurde sie in ein der Strafkompanien gesteckt, die am Arvepass Gelegenheit bekamen, ihre Ehre wieder herzustellen. Kurz vor dem Angriff fiel ihr Blick auf die schweigend aufmarschierenden Golgariten. In ihnen sah sie so viel mehr Motivation und Loyalität zu einer, der letzten und unantastbaren Autorität, als bei den Alberniern erlebt hatte, die immer zwischen Lokalpatriotismus und Loyalität zum Reich hin und hergerissen wurde. Ihr letztes Stoßgebet vor dem Angriff
lautete: "Herr Boron, wenn Ihr mich heute noch nicht zu Euch ruft, will ich für Euch kämpfen, bis meine Zeit gekommen ist."

Deirdre überlebte die Schlacht und machte sich auf den Weg nach Punin, um ihr Versprechen einzulösen.

Deirdre ist etwa 1,80 m groß und von athletischer Statur. Ihre Haarfarbe ist rotbraun, die Augen sind grün. Sie hat eine ruhige, sanfte Ausstrahlung, die sie ihren Mitmenschen manchmal etwas temperamentslos und langweilig erscheinen lässt, die aber auf Tier eine sehr beruhigende Wirkung hat. So schließt sie mit Tieren, vor allem Pferden, schneller Freundschaft als mit Menschen. Im Umgang mit Menschen ist sie froh, wenn es klare Strukturen und Regeln gibt, innerhalb derer sie sich bewegen kann, ohne viel über ihre Handlungen nachdenken zu müssen. Sie hat kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, sondern ist es gewohnt, Befehle auszuführen. Sie ist sehr autoritätshörig und verlässt sich ansonsten auf ihre Talismane.

Text: Paul Werner