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Erolân von Mersingen ä.H.
Titel: "Arkaner Berater" der Rabenmark
Hauptgottheiten: - (Boron)
Geburtsdatum: 23. Boron 1001 BF
Familienstand: ledig (Ihm wird doch eine Affäre mit einer Praios-Geweihten nachgesagt.)
Beschreibung: Fremden gestattet der schmale Magus kaum einmal mehr als einen hastigen Blick auf sein zerfurchtes Gesicht, dessen Falten sich bereits tief in seine knittrige, aschfahle Haut eingegraben haben und das stets weit im Schatten seiner nachtblauen Kapuze verborgen liegt. Die kostbare Samtrobe ist mit Silberfäden bestickt und trägt neben unbekannten arkanen Zeichen auch göttliche Symbole, die auffällig an boronische Bannformeln erinnern. Seinem ungnädigen Blick scheint nichts nahe zu gehen und wird von viel zu grauen Haaren eingerahmt, die ihm fahrig über die Schulter fallen. Mit seiner gebeugten Gestalt und seinen dürren Armen, vermeint man einen alten Mann vor sich zu haben. Lediglich seine bersteinfarbenen Augen, in denen ein unheimliches Feuer brennt und von dem manche sagen - sie sehen das allgegenwärtige Wirken Borons - zeugen von seiner Jugend.
Kurzcharakteristik: Brillanter Magier im verbrauchten Körper eines Greises. Der ewige Nörgler, der stets alles besser weiß, über Heldenmut spottet und am Ende doch auf die richtige Seite einschwenkt.
Herausragende Eigenschaften: MU, KL, CH
Herausragende Talente: Schleichen, Selbstbeherrschung, Menschenkenntnis, Götter & Kulte, Magiekunde, Alchemie, Kryptographie, Sternenkunde
Herausragende Vor- und Nachteile: Gutes Gedächtnis, Astralmacht, Gebildet; Krankheitsanfällig, Kurzatmig, Lahm, Glasknochen, Niedrige Lebenskraft, Gildenlos, Verpflichtungen gegenüber der Boron-Kirche, Arroganz 7, Rachsucht 5
Beziehungen: minimal (hinlänglich: Familie Mersingen)
Finanzkraft: gering
Freunde & Verbündete: Familie Mersingen, Boronkirche
Feinde & Konkurrenten: Thargunitoth-Paktierer, Praioskirche
aventurische Informationen: Als jüngerer Bruder von Elinai von Mersingen ä.H., Kaiser Selindians erster Hofmagierin, glomm auch in ihm schon früh der magische Funken auf. Alleine seine kränkliche Art verhinderte die Aufnahme in eine der angesehen Magierakademien, wie sie seiner Schwester zu Teil wurde. Hochintelligent, aber auch schwächlich und kurzatmig, geriet er schnell zum Außenseiter, dessen Stand ihn nicht vor Hohn und Spott bewahren konnte. Mit jedem Steinwurf wuchs aus dem Funken der Trauer ein aus Wut und Hass gespeistes, hell loderndes Seelenfeuer, dass ihn aufzuzehren drohte. Dies erkannte ein reisender Magier und nahm Erolân mit bereits 9 Jahren als Lehrling in seine Dienste. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte fieberhaften Studiums, ehe er mit einem immer ausgebrannten, aber auch von einer seltenen magischen Macht angefüllten Körper, im Jahr des Feuers zurückkehrte. Sofort zwischen die Fronten geraten, überrollten ihn die Ereignisse, so dass er überhastet in die Rabenmark fliehen musste. Dass er fortan auf das Wohlwollen seiner Familie angewiesen ist, zehrt an seinen Selbstbewusstsein und fördert seine zynische Ader.
Meisterinformationen: Unfreundlich, arrogant, zynisch und ausnehmend selbstgefällig sind wohl die häufigsten Aussagen die Zeitgenossen in den Sinn kommen, wenn sie an den jungen Zauberer denken. Doch so einfach verhält sich die Sache nicht. Erolân ist sarkastisch, durchweg kühl kalkulierend und hält sich nicht mit Höflichkeitsfloskeln auf. Er ist sich seiner herausragenden geistigen Fähigkeiten mehr als bewusst und verachtet jede Form von Schwäche. Besonders seine eigenen. Prahlerei und Heldenmut begegnet er gleichermaßen mit beizendem Spott, der seiner ironischen Weltsicht entspringt. Dass ihn sein Körper oft zur Ruhe zwingt, ist Erolân daher eine beständige Last und nährt die Abscheu auf seinen schwachen, gebrechlichen Leib. Auch wenn er es nie zugeben würde, bewundert er starke Kämpen und verlacht sie doch gleichsam, ob ihrer –vermeintlich- mangelnden Geistesgröße. Seine Verachtung für die Dummheit anderer, stellt er dabei ungeniert zur Schau. Er ist sehr vorsichtig und soll bereits mehr als einen Diener mittels Ignifaxius angesengt. Sein ganzes Streben gilt dem Erlangen von magischem Wissen, für das er (fast) alles tun würde. Er spürt, dass sich die meisten Götter bereits von ihm abgewandt haben und er ahnt, dass er einen starken Führsprecher braucht, wenn er einst vor die Seelenwaage Rethon tritt. Doch bis dahin rafft er alles magische Wissen zusammen, dessen er habhaft werden kann. Benachteiligte und Kinder rühren jedoch sogar sein kaltes Herz soweit, dass er hilft, so es ihm nicht selbst schadet. Er predigt unablässig Freiheit und Unabhängigkeit, die ihn jeden Dämonen-Paktierer als kriecherischen Wurm verachten lassen, die harte Arbeit scheuen, um magisches Wissen zu erlangen. Er, der nicht einmal den Göttern Respekt zollt, vermochte sich nicht einem Halbgott wie Borbarad zu unterwerfen, auch wenn er dem verschenkten Genie nachtrauert. Ohne gültiges Gildensiegel gefährdet, nutze er die Kontakte seiner Familie zur Boronkirche, um sich als Akoluth unter deren Schutz zu stellen. Dass sich die Geweihtenschaft diesen Dienst mit allerlei mysteriösen Aufträgen zu vergüten versteht, bringt ihn regelmäßig gegen die Kirche und ihren Gott auf, der doch stets auch der Seine war. Diese Erkenntnis hat ihn allerdings noch nicht erreicht, so dass er oft und gerne über die anmaßenden ´Schwarzkutten` wettert. Erst ein persönlicher Dispens des Markgrafen erlaubt ihm dabei, sich frei und ungestört in der Rabenmark zu bewegen. Um dennoch vor Nachstellungen sicher zu sein, schreckte Erolân nicht einmal davor zurück, einer jungen Praiotin mit pathetischen Worten den Hof zu machen. Für arkane Macht verkaufte er bedenkenlos seine sterbliche Hülle an einen finsteren Druiden, der im Gegenzug altes Wissen mit ihm teilte. Einzig sein Unwillen, sich einer anderen Macht als seinen persönlichen Beschränkungen zu unterwerfen, hat sein Überlaufen zu Borbarad verhindert. Denn wo er den grenzenlosen Forscherdrang des Bethaniers teilt, da verachtet er auch die freiwillige Knechtschaft unter der Dämonenknute. Stärken: Hochbegabt, extrem willensstark und leidensfähig
Schwächen: Hochmut, Arroganz, Geltungsdrang, Gier nach magischer Macht
Zitate:
- „Ich beschreibe die Dinge nur so, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten.“
- „Was wollen Ihro Gnaden denn jetzt schon wieder…?“
Text: Tahir Shaikh
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