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Archivar Galjan Rodensen
Bruder Galjan, Erster Archivar des Ordens
des Heiligen Golgari und Diener Golgaris
Der
leicht rundlich wirkende Mittfünfziger aus dem bornländischen Festenland
fand schon recht früh zur Kirche des Boron. Nach seinem Noviziat in
Festumer Haus des Schweigsamen führte sein Lebensweg Galjan nach Weiden,
Greifenfurt und Tobrien. Immer auf der Wanderschaft schien es fr die
meisten die ihm begegneten als währe er in seinem Inneren auf der suche
nach mehr als nur Nähe seines Herren. Zum Zeitpunkt des Einfalls der
Finsteren Horden diente der Priester im Tempel zu Ysilia. Als sich der
Kampf um die herzogliche Residenzstadt ihrem Höhepunkt näherte, wurde Galjan
von herabstürzenden Trümmerstücken schwer verwundet und viel in einen
Zustand, der dem Tode näher war als dem Leben. Trotz allem wurde der schwer
verletzte Priester von den Flüchtlingen vor dem Fall der Stadt mit gen Rahja
genommen. Als Galjan wieder zu sich kam, befand er sich schon auf der
darpartischen Seite der Trollpforte. Nach seiner
Genesung wurde Galjan für den Dienst im großen Tempel zu Punin berufen. Für
die nächsten Jahre sollte seine Zeit als Wanderprediger ein Ende gefunden
haben. Hier in Punin fand er, zum ersten Mal seit er im Dienst des
Schweigenden stand, Zugang zu den Schriften und Archiven seiner Kirche.
Immer mehr Zeit verbrachte der Priester mit den Archivaren des Tempels, bis
er selbst einer der ihren wurde. Als der Rabe
von Punin den Orden des heiligen Golgari öffentlich anerkannte erhielt auch
Galjan die Auforderung, sich auf den Weg nach Garrensand zu begeben um dem
stetig wachsendem Orden fortan als Archivar zu dienen. Warum der Rabe gerade
ihn auswählte, ist Galja bis heute ein Rätsel, eines jedoch, über das sich
Gedanken zu machen der alternden Priester schon lange aufgegeben hat. Wenn man
Bruder Galjan heute in den Archiven Garrensand`s trifft, könnte man den
Eindruck gewinnen, Galjan währe schon dort gewesen als die Gemäuer erbaut
wurden. Wie es scheint hat der Priester endlich das gefunden was er all die
Jahre auf seinen Reisen gesucht hatte, eine Heimat….
Text:
Carsten Balzer
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