 |
|
Speiche
Garetien
Die Herauslösung der jüngsten
Speiche aus den Gebieten von Kosch und Darpatien erfolgte im Herbst 27 Hal.
Gründe wurden nicht genannt, aber die Nähe des neuen Komturs zum
Kaiserhaus deutet an, dass der Orden mit der Speiche Garetien den Kontakt
zu den Herrschern jenes Reiches suchte, auf dem sich quasi sein ganzer
Besitz befindet. Ein anderer Grund waren wohl die neu zum Orden dazu
gekommenen Schwingen am Heldenfriedhof und in dem Tal der Kaiser, sowie
die Stationierung von neuen Golgariten in Waldfang, die eine eigene
Speiche rechtfertigten.
Seit seiner Ernennung führt der
Komtur die garetischen Golgariten mit eiserner Hand. Im Gegensatz zu seinen
Amtsbrüdern in den anderen Speichen, merkt man ihm seine stark militärische
Ausbildung an. Aus diesem Grunde eckt er häufiger mit dem Schwingenträger
Marbobrecht, einem zutiefst gläubigen Ritter an, der sich bemüht wirkt, den
stark politisierenden Rittern die Religion nahe zu halten. Und so spaltet sich auch der Großteil
der garetischen Golgariten in zwei große Lager: Jene, die von Adel sind, und
zumeist in der Nähe des Komturs oder aber im Tal der Kaiser stationiert
sind, und die Gemeinen, die den Heldenfriedhof in Gareth bewachen. Dabei ist
es beinahe selbstverständlich, dass die adeligen Ritter ihren weltlichen
Verpflichtungen nicht so einfach entsagen können, wie dies die meisten der
Gemeinen tun.
Die Ordensführung in Garrensand
schweigt über die vergleichsweise lässige Haltung zum Glauben in Teilen der
garetischen Speiche, durchaus wohl auch deshalb, weil der reiche Adel im
Zentrum des Reiches, nicht zuletzt die Familien von Berg (repräsentiert
durch den Komtur), von Quintian-Quandt (deren Mitglied der Landmeister im
Tal der Kaiser ist) und von Streitzig (die eine Ritterin in Waldfang
stellen), sowohl Geld als auch politische Macht und Einfluss in den Orden
bringen. Und so nutzt der Komtur auch gerne das weit verbreitete Netz seiner
Familie, die überall im Reich Barone und Ämter stellen, zu Ordenszwecken.
Momentan
befindet sich das Hauptquartier der Speiche in der weiträumigen Stadtvilla
des Komturs und dem garether Borontempel. Dieses Provisorium wird sich
hoffentlich bald mit dem Umzug in eine Feste in der Grafschaft Perricum
ändern.
|
|
|