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Ritter Gerion Anjuhal

Bruder Gerion, Ritter vom Orden des Heiligen Golgari und Diener Golgaris

Als am 12. Ingerimm des 10. Jahres der allzu kurzen Herrschaft unseres geliebten Kaisers Hal die Wandelsterne Ucuri und Marbo eine Verlängerung des Schwertes, im Sternbild des Helden bildeten, kam in der fernen Stadt Winhall ein Kind mit dem Namen Gerion zur Welt.

Gerion stammt aus der mittelprächtigen Händlerfamilie Anjuhal aus Nordalbernia, die sich rühmen kann familiäre Beziehungen zu nostrischen und nordmärkischen Landadel und zu diversen Händlerfamilien in Albernia und Andergast zu haben. Als eines von 7 Geschwistern wuchs Gerion relativ unberührt von der Händlerei auf. Dies änderte sich jedoch schnell als Rondra das Mittelreich mit Krieg überzog. Seine beiden älteren Geschwister Yeto und Hitta fielen bei der Ogerschlacht bzw. dem Orkensturm. Ulfried P. Anjuhal wandte sich der Phexgeweithenschaft zu und verliess seine Heimat. Zwar hatte Gerion nun  noch einen älteren Bruder, doch Timshal lief bereits als kleiner Junge von zuhause fort. Somit lagen die Familiengeschäfte in der Hand Gerions, da seine Zwillingsgeschwister Susa R. und Krona Y. jünger waren als er.

Doch die 12e hatten anderes mit dem Händlerssohn vor. Im Alter von 12 Götterläufen erschien ihm im Traum einer seiner Vorfahren und zeigte ihm ein Schlachtfeld auf dem ein ausgebrannter Fuhrkarren mit erlittenem Achsbruch stand. Er erzählte seiner Grossmutter von diesem Traum und die schickte ihn zum örtlichen Borontempel, den „die Priester dort kennen sich mit allerlei finsterer Werkerei aus und bestimmt auch mit den Träumen kleiner Kinder“.

Der dortige Priester erklärte Gerion daraufhin, dass er auserwählt sei vom Herrn der Träume. Nach dem Verlust von vier Kindern waren Gerions Eltern nicht sehr erfreut, als er ihnen sagte, dass er seiner Bestimmung folgen würde. Besonders sein Vater hatte es ihm lange nicht verziehen, das Gerion all seine Hoffnungen,  die er in ihn gesetzt hatte, mit einem Schlag  zerstörte. Auf persönlichen Wunsch verbrachte Gerion so sein Noviziat in Punin.

Dann kam der Schrecken aus dem Osten. In einem kleinen Feldlazarett bestand Gerions Aufgabe darin, den Toten die letzte Ruhe zu geben und die Verwundeten vor den Heerscharen der dunklen Herrin zu schützen. Doch die Schlacht breitete sich bis zu Gerions Lazarett aus und er wurden unfreiwillig in sie hineingezogen. Der Dämonenmeister schickte einen seiner Untoten Heerführer mitsamt Gefolge zu ihm. Gerion blickte mit an wie ein Verwundeter nach dem anderen den Untoten zum Opfer fiel, einige seiner Brüder wurden auf grausamste Art vernichtet. Er blickte jedoch nur zu und tat nichts. Ein Schleier der Dunkelheit legte sich über Gerion bevor er unverletzt in einem anderen Lazarett erwachte. Als Gerion dies zu ergründen versuchte, bekam er heraus das er von einem weißgewappneten Ritter gerettet wurde, einem Golgariten. Den Tod hätte er verdient, doch der Unergründliche hatte anderes mit ihm vor.

Damals schwor Gerion nie wieder Schutzbefohlene im Stich zu lassen und mit aller Macht gegen nekromantische Wesenheiten vorzugehen, denn Gerion schuldet der Welt noch einen Tod.

Gerion ist mittelgroß und kräftig. Die Haare sind, bis auf einen einige Halbfinger langen, dunkelbraunen Kinnbart, gestutzt. Er trägt seine Kleidung mit der würde von einem Gott erwählt worde zu sein. Jedoch verfolgen ihn seit der Trollpfortenschlacht marternde Träume unter denen der noch relativ junge Geweithe sehr leidet. Er sieht dies jedoch als Prüfung an.

Mit der Aufnahme in den Orden, widmete sich Bruder Gerion verstärkt der körperlichen Ertüchtigung und er kann mit Stolz behaupten ein sehr versierter Zweihandkämpfer geworden zu sein. Was er mit seiner Boronsichel öfters unter Beweis stellt.

In der knapp bemessenen Freizeit widmet er sich den Studien verschiedenster nekromantischer Abhandlungen um besser gerüstet zu sein. Generell strebt er die Position eines Golgariten, der sowohl physisch als auch psychisch, gegen die Feinde des Ordens vorgeht. Alles nur um seine Schuld rein zu waschen.

Bruder Anjuhal ist sehr misstrauisch gegenüber Fremden und hegt deshalb nur wenige Kontakte zu anderen Ordensbrüdern. Eine Ausnahme bildet dabei jedoch sein Waffenbruder Caldron Taramon, dem er blind zu vertrauen scheint. Gerions Persönlichkeit scheint sich in zwei Seiten aufgeteilt zu haben. Die eine ist die des Kämpfers, verbissen und mutig. Die andere ist die des Priesters, nachdenklich und selbstbeherrscht.

 

 

Text: Michael Keil