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Die Geschichte des Ordens

Die aktuellen Begebenheiten

Da seine Gnaden Thuan Melior aus verständlichem Grund seine Abhandlung noch nicht auf dem neusten Stand halten kann, dem geneigten Leser aber diese wichtigen Informationen nicht vorenthalten werden möchten, ist der folgender Abschnitt in "irdischer" Perspektive verfasst.

1027 BF - Das Jahr des Feuers

Diese Zeit der Umwälzung, des Chaos und der Hoffnungslosigkeit geht natürlich auch nicht spurlos am Orden vorbei. Bereits früh durch den Raben von Punin vorgewarnt, sammelt Borondria in der Nähe von Gareth alle zur Zeit abkömlichen Schwingen, um mit dem verbündeten Heer vor Wehrheim zusammen zu kommen. Bei der Schlacht vor Wehrheim selbst verlieren wie durch ein Wunder nur wenige Ordensmitglieder das Leben, werden aber weit zerstreut und immer wieder in Scharmützel verwickelt oder von der Notleidenden Bevölkerung um Hilfe gebittet. Der erneute Zusammenprall von Borondria und Lucardus hat ein wieder keinen Sieger ausmachen können. Von den Burgen Boronia und Mersingen ist seit längerem keine Nachricht mehr bis Garrensand durchgedrungen, es wird befürchtet, dass zumindest die Burg Boronia dem Feind zum Opfer fiel. Die Tatsache, dass es unmöglich geworden ist, den Stab des Vergessens zu rufen, wird von den Ordensoberen zur Zeit so gut wie möglich geheim gehalten, handelt es sich dabei doch um den heiligsten Talismane der Kirche und des Ordens - seine Rückerlangung war eine der Gründe für die Ordensgründung. Der Orden hilft in der ersten Phase des Jahres des Feuers wo er kann, gegen marodierende Untote und bei der Bergung von Leichnamen. Noch haben die politischen Wirren ihn nicht erreicht, doch wie lange mag es der Großmeisterin noch gelingen, den Orden aus diesen Verwicklungen heraus zu halten?

1028 BF - Das Jahr des Feuers II

Die dunklen Vorzeichen haben sich bewahrheitet, der Orden blickt einer schwierigen und düsteren Zukunft entgegen. Doch lassen wir eine Zeitzeugin zu Wort kommen:

An die Ritter und Knappen des Ordens des Heiligen Golgari

Mitbrüder und Mitschwestern,

Die Wege des Herrn sind unergründlich. Das Unheil und die Verdammnis bahnte sich seinen Weg durch die freien zwölfgötterlichen Landen und es bedurfte mehr als nur Kampfesgeschick und Gottvertrauen, Schlimmeres zu verhindern. Doch der Preis, den wir und die einzig wahre Kirche des Herrn Boron zu Punin dafür bezahlen mussten, ist hoch. Noch werden die genaueren Umstände untersucht, doch die Hinweise verdichten sich, dass nichts Geringeres als die Kraft des heiligen Stabes des Vergessens den Diener der Feindin aufzuhalten mochte. Und auch wenn der Erzverräter ein weiteres Mal mit seinem Unleben davon kam, so können Wir mit ruhigem Gewissen sagen, dass sich Sankta Boronia in Sicherheit befindet.
Durch all diese Geschehnisse und den immer noch anhaltenden Unruhen sehen Wir uns gezwungen, folgende Erlasse und Weisungen bekannt zu geben:

 1tens: Auch Wir wurden in den Kämpfen der letzten Wochen schwer an Geist und Körper getroffen, so dass wir Uns gezwungen sehen, vorerst in Unseren großmeisterlichen Gemächer im Kloster Garrensand zu verweilen um zu genesen. Sämtlichen Befugnisse und Ordensgeschäfte werden für diese Zeit in die treuen Hände Unseres Großkomturs, Ehrwürden Yann, gelegt. Des Weiteren geben Wir bekannt:

Ehrwürden Wulf Degenhardt v. Berg wird für verschollen erklärt. Im Amte des Komturs der Speiche Garetien wird ihm nachfolgen Bruder Lüdegast v. Quintian-Quandt.  

Bruder Filgorn Nemmerling wird zum neuen Schwingenträger der Speiche Darpatien ernannt.  

Ehrwürden Isonzo v. Phexhilf-Rabenstein wird von seinem Amte als Landmeister zu Punin enthoben. An seiner Statt leitet fortan Bruder Kastor Arsteener die Geschicke des Puniner Ordenshauses.  

Ehrwürden Marjan Janis v. Rabenmund-Dreglingen übernimmt als Schwingenführer die Führung der Schwinge „Rabenschnabel“.

Bruder Corvinius T. B. v. Rabenmund-Mersingen wird in das Amt eines Landmeisters von Burg Devendoch ernannt.

Bruder Vigilo Andeon wird in das Amt eines Landmeisters von Burg Phexenstein ernannt.  

Da zu schnell viele junge Ritter Golgaris in den letzten Gefechten den Weg in den Inneren Kreis gefunden haben, wird vor dem Jahre 1030 BF kein Knappe Golgaris die Leite zum Ritter erhalten.

2tens : Wiewohl der Schutz der Toten auch weiterhin das oberste Gebot unseres Ordens bleibt, so rufen Wir dazu auf, sich vermehrt auch um den Schutz der notdürftigen Lebenden zu kümmern. Insbesondere in und um das Gebiet der Wildermark. Desweiteren soll fortan kein Ordensmitglied ruhen, ehe nicht auch die letzten Überreste des Endlosen Heerwurmes in den freien zwölfgötterlichen Landen, darunter zählen Wir auch noch die Wildermark, vernichtet wurde.

3tens : Als nicht mehr dem Orden angehörig gilt fortan die ehemalige Ordensburg Boronia, da sie in die Hände des Feindes fiel und geschliffen wurde. Auf ihre Rückeroberung und Neuaufbau wird verzichtet. Auch die Ordensniederlassung am Tal der Kaiser wurde aufgegeben. Die Wacht an dieser heiligen Stätte übernimmt auf ausdrücklichen Wunsch seiner allerprinzlichsten Majestät König Selindian Hal v. Gareth etc. pp. dessen Leibregiment „Eslam von Almada“. Die Schwinge „Borons Faust“ bezieht die Gemächer von Burg Devendoch in der darpatischen Provinz. Die bisher unabhängige Ordensniederlassung Fasar wird unter den Schutz der Speiche Süden gestellt.  

4tens : Fortan sollen die Knappen Golgaris hauptsächlich in den Schwingen der Speichen Garetien und Punin auf ihre zukünftigen Aufgaben ausgebildet und gewappnet werden. Doch auch im Kloster Garrensand soll die Ausbildung weiter vorangetrieben werden, während die Novizen Golgaris auch weiterhin auf Burg Krähenwacht in den Genuss einer einmaligen Ausbildung kommen. Die Speichen Tobrien, Süden, Darpatien und Kosch sollen sich vor allem auf die anderen Ordensaufgaben konzentrieren. Desweiteren soll jeder reisende Ordensritter keine Gelegenheit versäumen, geeignete Bewerber auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, in den Dienst des Herrn zu treten.  

5tens : Es soll ein Bote in das Königreich der Zwerge geschickt werden, auf dass wir den Karfunkel des Verdammten und Vergangenen für den Orden und die einzig wahre Kirche des Herrn Boron zu Punin zurückfordern mögen. Denn nur in unserem Schoße ist er sicher. Jedes reisende Ordensmitglied soll Augen und Ohren offen halten, was die tatsächlichen Geschehnisse auf den Feldern vor Gareth im Zusammenhang mit dem heiligen Stab des Vergessens betreffen. Denn schon werden die ersten Stimmen der Ketzer laut die uns vorwerfen, an dem Verlust des heiligen Stabes des Vergessens Schuld zu tragen. Hiermit deklarieren Wir weiterhin den Verräter und Frevler Lucardus von Kémet zum Erzverräter und Erzfrevler. Seine Vernichtung soll fürderhin Ziel ein jedes aufrichtigen Ordensmitgliedes sein.
Des Rabens Schwingen mögen euch behüten!

Gegeben zu Garrensand
Am 15ten Tage des Herrn Ingerimm im bewegten Jahre 1028 BF

Borondria

 

 

 

 

1029 BF - Nach dem Jahr des Feuers

Im Zuge des Großen Hoftags ende 1028 BF werden Teile des aufgelösten Fürstentum Darpatiens zur Rabenmark zusammengefasst und dem Orden zum Lehen gegeben. Herr der Kirchenmark wird Markgraf Gernot v. Mersingen, der als Kriegsherr fortan auch die Würde des Goßkomturs in sich vereinigt. Während sich der Orden auf Burg Mersingen zur Eroberung der noch besetzten rüstet und der Markgraf um die Konsolidierung der kontrollierten Gebiete bemüht ist, begibt sich die Großmeistrin mit Getreuen auf Wanderschaft, ganz so, wie auch einst der Erzverräter Lucardus v. Kémet. Das Heiligtum Boronia ist von einer Wolke aus göttlichem Nebel verhehlt, während die Ordensburg Boronia vom Endlosen Heerbann überrannt wurde und von einer Glocke der Dunkelheit vor Praios´ vernichtendem Auge verborgen, Lucardus als Stützpunkt für die Belagerung des Heiligtums dient.

Boron 1029 BF

An die Marschälle, Komture und Schwingenführer des Ordens des Heiligen Golgari

Fratres et Sonores,

Boron hat es gefügt, dass der Traum von einem souveränen Ordensstaat in greifbare Nähe gerückt ist. In Ihrer großen Weisheit hat Ihre Kaiserliche Majestät, Rohaja v. Gareth, es für Richtig befunden, Gernot von Mersingen ä. H. zum Markgrafen der neugeschaffenen Rabenmark zu bestimmen. Wir begrüßen diese Entscheidung aufs Höchste.

Zu diesem Behufe beordern Wir fürderhin folgende Schwingen in die Rabenmark, wo sie sich im Monde des Herrn Firun auf Burg Mersingen einzufinden haben:

Die Schwinge "Kaiserruh" aus der Speiche Garetien, die Schwingen "Borons Faust" und “Rabenschnabel“ aus der darpatischen, die Schwinge "Schwarze Schwinge" aus der tobrischen und die Schwinge "Rabenstein" aus der Speiche Punin. Gleichsam an Ort und Zeit haben sich des Weiteren einzufinden, Hochwürden Gernot v. Mersingen ä. H., Großkomtur vom Orden des Heiligen Golgari, Corvinius von Rabenmund-Mersingen ä. H., Kriegsherr des Ordens des Heiligen Golgari, Hochwürden Zyliphar Branswein, Archidiakonus im Orden des Heiligen Golgari, sowie sämtliche Komture der aufgebotenen Schwingen. So die gemeinen Aufgaben des Ordens nicht vernachlässigt werden, mag ein jeder, Knappe wie Ritter, bei seinem Komtur um eine Freistellung ersuchen.

Des Weiteren geben Wir zu Kund und Wissen:

Ad primum: Mit sofortiger Wirkung wird Hochwürden Yann als Großkomtur abgelöst und begleitet Unsere Person auf Reisen.

Ad secundum: Sämtliche Befugnisse und Ordensgeschäfte werden für diese Zeit Unserer Queste in die treuen Hände Unseres Großkomturs, Hochwürden Gernot, gelegt.

 

Gegeben von eigener Hand zu Garrensand,

am 25ten Tage des Herrn Boron im Jahre 1029 nach dem Falle Bosparans

gez.

Ihre Exzellenz Borondria, Großmeisterin des Ordens des Heiligen Golgari, etc. pp.

 

 

 

 

 

 


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