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Ordenshaus Punin und die Schwinge "Rabe von Punin"

Der Dienst in Punin ist hingegen geprägt von Wache stehen, Geleit von hohen kirchlichen Würdenträgern, Überbringung wichtiger Depeschen und ähnlicher Gardistenpflichten. Zwar bietet die Stadt Punin ein reichhaltiges Angebot geistlicher Erbauung für den Borongläubigen, einige Ritter würden sich aber lieber anderen Pflichten widmen, so dass ein jährlicher regelmäßiger Austausch von Rittern unter den beiden almadanischen Schwingen besteht, die von der Stadt auf die Burg wechseln wollen und umgekehrt.

Baron Isonzo leitet die Geschicke seiner Ritterschaft von der Stadtresidenz unweit des Haupttempels. Dort befindet sich auch der Sitz des Landmeisters. Dieser hat jedoch für einen Golgariten recht ungewöhnliche Aufgaben. Da der Komtur gern gesellschaftliche Auftritte meidet, ist es oftmals die Pflicht des Landmeisters, bei solchen Gelegenheiten den Orden in der Öffentlichkeit darzustellen. Der Komtur lässt sich daher auf populären Veranstaltungen wie Bällen, höfischen Empfängen und Abendgesellschaften, zu denen er als höchster almadanischer Repräsentant des Ritterordens gebeten wird, gern durch den Landmeister vertreten. Der Schwingenführer Viridian Freudbringer von Hohenmoor gilt als äußerst loyaler Anhänger des Komturs, der den Landmeister gern einmal übergeht, so dass dessen Einfluss auf die Ritterschaft in Punin stark begrenzt ist.

Der Speichenkomtur ist ein unnahbarer, von dunklen Geheimnissen umgebener Mann, der zu den Spätberufenen zählt. Er gilt als treuer Anhänger der Großmeisterin, wenn sein wacher Blick auch pflichtgemäß zumeist dem Zentralheiligtum und dem Raben von Punin gilt. Die Puniner Boronkirche vertraut dem Komtur bedenkenlos den Schutz ihrer höchsten Würdenträger an. Durch eine mehrjährige Amtszeit als almadanischer Grenzbaron ist er auf der politischen Bühne nicht unerfahren. Er sieht den Orden auch in seiner Rolle als politischen Machtfaktor und scheut, im Gegensatz zu reinen Spiritualisten, als kirchengebundener Realpolitiker nicht, diesen Einfluss zur Verwirklichung der Ordensziele geltend zu machen.