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Ritter Lanzrimm von Eichsam
Bruder
Lanzgrimm, Ritter vom Orden des Heiligen Golgari
„Das Geschlecht derer von Eichsam gehört von Alters her zu den treuen
Vasallen des andergastschen Monarchenhauses. So war es auch für meinen
Bruder Lanzgrimm seit seiner Geburt, im Jahre 1840 nach der
Unabhängigkeit, vorbestimmt, mit gegebenem Alter in die Knappschaft zu
einem der anderen Rittergeschlechter des Königreiches zu gehen.“
- Alrike von Eichsam, die Schwester Lanzgrimms
„Lanzgrimm diente seinem Ritter fleißig und tapfer, bestand seine
Prüfungen zur Zufriedenheit seines Herren und empfing im Jahre 1860 den
Ritterschlag. Er lernte die Götter zu ehren, seinem König zu dienen und
die Verantwortung für die ihm Anvertrauten zu tragen. Er nahm mich als
seinen Knappen an und in zahlreichen Schlachten gegen die Streitkräfte
des Salzarelen-Staates stellt er wiederholt seinen Mut unter Beweis und
stieg, durch den Sieg im großen Turnier von 1873 in der Gunst unseres
Königs Wendolyn.“
- Ritter Radegart vom See, ehemaliger Knappe Lanzgrimms
„Oh welch Trauer lag in den Augen der Anwesenden, als die Kunde vom
dahinscheiden unseres Guten Königs Wendolyn an ihre Ohren gelangte. Doch
heute konnte man wieder Hoffnung in ihren Augen sehen, als der Erbe
Wendolyns, Wenzeslaus, zum König über die Länder Andergasts erhoben
wurde. Und auch mein Bruder Lanzgrimm war dabei, als der Wehrmeister
seinem Neffen die Krone aufs Haupt setzte. Unter den Ersten ward er, die
dem neuen König die Treue schwor und wie stolz war sein Blick als der
junge Monarch ihm den Schwur abnahm.“
- Alrike von Eichsam, die Schwester Lanzgrimms
„Mein König, wie ihr es wünschtet haben die von Euch ausgewählten
Rittersleute heute Quartier auf der Burg bezogen. Die edlen Rittersleute
Radegart vom See, Lanzgrimm von Eichsam, […] harren Eurer Befehle.“
- Burghauptmann Gasper von Albumin
„Heute bestieg König Efferdan I. den Thron unseres Königreiches.
Lanzgrimm zweifelt glaube ich noch immer an den Berichten über die
Umtriebe König Wenzeslaus. Noch während der Zeremonie zerbrach Lanzgrimm
sein Schwert und ließ die Bruchstücke im Thronsaal ihrer Majestät
zurück. Kurz darauf verließ er die Stadt und ich fürchte, er wird auch
das Reich verlassen. Mögen die Götter seinen Weg beschützen, wohin er
auch ziehen mag. Ich werde jeden Tag zu den Göttern beten, auf das mein
Bruder eines Tages wieder zu mir zurückkehren wird.“
- Alrike von Eichsam, die Schwester Lanzgrimms
„Heute bat erneut dieser Fahrende Ritter um Rat in unserem Hause. Der
Herr hat ihn nun schon in der vierten Nacht in folge mit intensiven
Träumen bedacht und langsam beginne ich die Zeichen zu verstehen. Ich
riet dem Ritter seinen Weg bei unseren Brüdern vom Orden des heiligen
Golgari zu suchen, denn dies ist es, was ich in den Bildern in seinen
Träumen gedeutet habe. Möge der Herre BORon sich seiner annehmen und
möge Ritter Lanzgrimm den ihm vorbestimmten Wege folgen.“
- Bruder Boromar , Deuter Bishdariels
„Habe heute wie befohlen den mir zugewiesenen Knappen unter
Augenschein genommen. Lanzgrimm zeigte mir gegenüber, trotz seines
höheren Alters, den meinem Rang angemessenen Respekt und erwies sich
auch ansonsten als sehr gelehriger Schüler, was die Ordensdoktrin
anbelangt. In der Nahkampfübung mit dem Rabenschnabel zeigte er sich mir
von Zeit zu Zeit sogar überlegen, und auch auf dem Pferd zeigt er sich
sehr kompetent, auch wenn ihm der klassische Kampfstil der schweren
Reiterei eher zu liegen scheint. Ich habe darum Bruder Eslam gebeten
sich intensiv mit der theologischen Ausbildung des Knappen zu
beschäftigen, kämpferisch wird Lanzgrimm in wenigen Wochen auf dem
geforderten Stand sein.“
- Ritter Brinwulf Tiefenbach, Lanzgrimms Mentor im Orden des heiligen
Golgari
„Am heutigen Tage, dem 5. Tage im Monde des EFFerd im 33. Jahre nach
der Inthronisierung Kaiser Hals, wurde der Ordensknappe Lanzgrimm von
Eichsam in den Ritterstand erhoben. Fortan soll er im Orden des heiligen
Golgari als Ritter Lanzgrimm bekannt sein.“
- Bruder Galjan Rodensen, Erster Archivar im Orden des heiligen Golgari
„Dieser Golgarit mit dem merkwürdigen Akzent? So um die 40 Sommer?
Natürlich kenn ich den, kauft an jedem Marktag bei mir ein paar Äpfel.
Die dunklen Haare trägt er entgegen der Almadanischen Mode lediglich
einen Finger lang und auch seinen grünen Augen sind nicht gerade typisch
für unsere Lande. Dafür ist er von ansehnlicher Statur, mit sicherlich
gut 9 Spann nicht zu klein und auch seine Züge sind von Edler Natur, nur
die kleine Narbe an seiner Stirn stört ein wenig. Ach hätte ich den Mann
nur schon vor seinem Eintritt in diesen unheimlichen Orden kennen
gelernt...“
- Travine Taladurer, einfache Händlerin auf dem Puniner Markt
„Mit diesem Schreiben überstelle ich Ritter Lanzgrimm wieder in die
Schwinge `Rabe von Punin´. Seine drei Monate in der Schwinge
`Rabenstein´ hat er vorbildlich abgedient und er gab mir zu keiner Zeit
Grund zur Klage. Einen guten und treuen Golgariten habt ihr mit ihm in
Eurer Schwinge, auch wenn ich immer noch stark daran Zweifele, ob er in
der hektischen Capitale richtig aufgehoben ist. Noch immer hegt er eine
starke Abneigung gegen neumodischen Schnickschnack und gegen das `liebfeldsche´
Getue, wie er es zu nennen pflegt. Man merkt ihm noch immer, nach all
den Jahren fern der Heimat, seine Herkunft an...“
- Schwingenführer Alonso Boronian von Reuenthal, Schwinge `Rabenstein´
„Heute habe ich die Schwinge über die Geschehnisse in den Schwarzen
Landen und über die Verluste der Schwinge `Rabenstein´ unterrichtet.
Auch von der zweiten Weihe unseres Bruders Brinwulf auf dem Schlachtfeld
vor dem Mauern Beilunks hatte ich zu berichten und in den Gesichtern
meiner Streiter konnte ich ihre Trauer über den Verlust unseres Bruders
lesen. Besonders Ritter Lanzgrimm war sehr vom Tode seines ehemaligen
Mentors betroffen. Soweit ich weiß, verband die beiden Ritter einen
innige Freundschaft, sicherlich nicht zuletzt wegen ihrer doch recht
ähnlichen Charakterzüge, die Treue zu Orden und Kirche, das hochhalten
der alten, ritterlichen Werte und die herzliche Gutmütigkeit.“
- Schwingenführer Viridian Freudenbringer von Hohenmoor, Schwinge `Rabe
von Punin´
Text: Carsten Balzer
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