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Knappe Raul Ragnarson von Wolfenstein

Bruder Raul, Knappe vom Orden des Heiligen Golgaris

Erscheinung: Die meisten Menschen haben Angst, wenn sie den muskulösen, über zwei Schritt großen Krieger sehen. Sein ganzer Körper wird von zahlreichen Narben geziert, die er sich in vielen Kämpfen zuzog. Von der linken Schulter bis zur rechten Hüfte zieht sich eine Narbe, die von einem schweren Kampf zeugte. Seit diesem Kampf hat ihn keiner mehr lachen sehen. Wer es wagt, in seine grünen Augen zu gucken, sieht dort Schmerzen, die Erfahrung aus zahlreichen Kämpfen und den Hass gegen die Heptarchen und ihre Diener. Seine Haare sind nach Kriegermanier kurz geschnitten und seine Wangen glatt rasiert.

Er trägt eine geschwärzte Garether Platte und einen geschwärzten Gestechhelm. Seine Waffen sind der Rabenschnabel Rabe und das Langschwert Minneyar. Wer ihn in voller geschwärzter Rüstung, in der Linken sein Schild haltend, in der Rechten Minneyar oder Rabe schwingend auf seinem rabenschwarzen, zwei Schritt und einen halben Spann großen Tralloper sitzend gesehen hat, bekommt noch mehr Angst.

Raul wurde am 12.Rondra 7 Hal als drittes Kind von Mittelreichischen Landadligen geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern auf dem Gut seiner Eltern auf. Mit zwölf Jahren schickten ihn seine Eltern auf die Herzögliche Kriegerakademie zu Elenvina, wo er auch aufgenommen wurde und die er auch vier Jahre später als verbissener und harter Kämpfer verließ.

Als Befehlshaber der kleinen Landwehr des elterlichen Gutes kämpfte er bei Eslamsbrück, Warunk und Ysilia. Doch dabei musste er auch schwere Verluste hinnehmen, wie etwa den Tod seines Bruders bei der Eroberung des Dämonenwalles an der Schlacht bei der Trollpforte.

Sein Leben, von Kampf und Tod geprägt, besaß aber auch einige Lichtblicke. Mit der Geburt seines Sohnes setzte eine innere Wandlung Rauls ein. Seine hitzige Art wich kühler Überlegung, seine Rastlosigkeit, von Kampf zu Kampf ziehend, wandelte sich in eine Suche, eine Sinnfindung.

Als Rauls Leben 33 Hal bei der Rückeroberung des Arvepasses,  von einem schweigsamen Ritter Golgaris gerettet wurde, da schien es ihm, als hätten ihm die Zwölfe ein Zeichen gesandt.

Und so bat er, kaum von seinen Verletzungen genesen, um Aufnahme in den Orden ...

 

Text: David Bauer