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Der Schwarztann
„Ein dichtes Tannenmeer empfing mich, nahm mir Sicht und Atem. Zwischen Fischten, Kiefern und Schwarztannen spähten fremdartige Augen neugierig hervor und folgten meinen Schritten. Schnell hatte ich die Orientierung in diesem dunklen Nadelwald verloren. Schaurige Klänge ungesehener Tiere drangen an meine Ohren. Wie aus fremden Sphären kommend, tief-traurig und frohlockend zugleich. Mehr als einmal entschwand der schmale Wildwechsel zu meinen Füßen meinem Blickfeld und ich dachte bereits an Umkehr. Mit einem Mal tat sich das dichte Tannicht vor mir auf und gab den Blick frei auf ein verwittertes Holzhäuschen. Windschief und moosbewachsen hob es sich braun gegen das Schwarz des Waldes ab. Kaum war ich auf die weidenwüchsige Lichtung getreten, als auch schon die mit Rabenfedern geschmückte und von funkelnden Schmetterlingen umschwirrte Hausherrin in der Türe erschien. Mit einladender Geste gebot sie mir näher zu kommen. Kein Wort hat se gesagt, nur wissend lächelnd die Hand ausgestreckt. Schnell habe ich der die Depesche in die Finger gedrückt und bin fort. Und so eine ist nun Edle…“
-Ilvina Sargnagel, Botenreiterin, neuzeitlich
Text: Tahir Shaikh
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