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Ordenshaus Schweigende Wacht
Während des Aufstandes der
Rubinbrüder – jener Borbaradianersekte, die vor einigen Jahren fast die
gesamte Baronie Waldfang unterjochte – fanden in Waldfang, insbesondere bei
der Rückeroberung des gleichnamigen Hauptortes der Baronie, etliche Kämpen
des Reiches wie auch der Aufständischen den Tod. Die meisten der Gefallen
wurden auf dem Blutacker, wie man die Felder im Süden vor der Stadtmauer
nunmehr nannte, zur letzten Ruhe gelegt. Am Ende jenes Jahres jedoch waren
die ruhenden Gebeine von unheiliger Magie aus ihren Gräbern gerissen, und
die untoten Leiber belagerten die Stadt während der Namenlosen Tage; diese
Zeit ging als die Nächte der lebenden Toten in die Annalen ein. Mit Beginn des 1. Praios des neuen Jahres hingegen war der Spuk vergangen, die Waldfanger noch
einmal mit dem Schrecken davongekommen.
Die Stationierung der Golgariten im
Tempel zu Waldfang resultierte nicht nur aus den unheiligen Ereignissen,
sondern auch auf den ausdrücklichen Wunsch der Baronin hin. Die genauen
Beweggründe des Ordens sind nicht bekannt, lassen sich aber durchaus
vermuten.
Geführt werden die Golgariten von
Waldfang vom Landmeister Atheran Zobel. Ursprünglich plante der Komtur wohl,
die dritte garetische Schwinge unter dessen Führung eben dort aufzubauen,
doch mit der zunehmende Bedrohung der besetzten Lande und im besonderen der
Warunkei, werden sich die Ressourcen der garetischen Golgariten in den
folgenden Jahren wohl eher auf den Aufbau des näherliegenden neuen
Hauptquartiers in der Grafschaft Perricum konzentrieren.
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