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Der TodeswallDer Todeswall erstreckt sich vier Meilen diagonal im Tal und bietet so eine vorgelagerte rechte und ein rückläufige linke Flanke. Im Zentrum erhebt sich eine acht Schritt aufragende Mauer aus düsterem, halb-lebendig erscheinendem Gestein Verteidigungsanlage, die ölig in der Abendsonne schimmert. Die gigantischen Wehrtürme wirken wie eingefallene Kerzen, aus denen sich glitschige Tentakel winden, unterkellert von einem riesigen Kasemattenareal und gekrönt von Stellungen für Bogenschützen. (…) Begrenzt wird die Anlage von zwei breiten Granittürmen, 40 Schritt hoch und 60 Schritt im Durchmesser. Sogar diese allenfalls erklimmbaren Gebirgsspitzen sind mit Palisaden gesäumt. Thargunitoth alleine mag wissen, wie die dort hinauf geschafft wurden. Einsegnung abgebrochen. Permanent innewohnende daimonide Präsenz. Empfehle Säuberung durch den Klerus.
Der Wall des Todes ist heute wieder Grenzlinie. Das von den Posaunen von Perricum während der 3. Dämonenschlacht gerissene Loch ist zwischenzeitlich gestopft. Etwa zwei Meilen westlich des Walls, befindet sich die Ruine der ´Ehernen Wacht´, deren befestigtes Lager vom Endlosen Heerbann überrannt wurde. Des Nächtens hallen traurige Klagelaute und geisterhaftes Kreischen der ruhelosen Soldaten über das Tal. Eine halbe Meile östlich der Mauer, die so viele Leben kostete, liegt ein Hügel von etwa dreißig Schritt Durchmesser, der wohl für alle Zeiten Dämonenhügel heißen wird. Unvorstellbare arkane Mächte haben ihn eingeäschert und das gewaltige Tridekagramm ins Erdreich gebrannt, wo der Dämonenmeister den finalen Frevel begehen wollte. Dreizehn Altäre erheben sich ringsum, die, den Gezeichneten sei Dank, niemals ihren unnennbaren, letzten Zweck zugeführt werden konnten. Keine Skelette und keine gefesselten Seelen finden sich auf diesem Hügel, der wohl darauf wartet, eine Pforte des Grauens zu werden. Nicht einmal die Heptarchen haben es bislang gewagt, hier in Borbarads Spuren zu treten. Es bleibt zu hoffen, dass die Präsenz der Boronritter, diesem Unheil Einhalt gebieten kann. Wache hält neben dem Heiligen Golgaritenorden nur das Schwert „Finsterblitz“, das Herzogin Walpurga von Weiden hier nach der Schlacht einem Schwur gemäß vergrub. Während die Westseite des Schlachtfelds von Praios- und Boron-Priestern eingesegnet wurde, auf dass sich keinen neuen Schrecken aus dem Boden erheben (sogar die meisten Gefangenen der Schlacht wurden an Ort und Stelle verbrannt) und von Golgariten bewacht wird, sind Geistererscheinungen auf der Ostseite des Walls häufig – ein weiterer Grund, warum man hier nicht in die Schwarzen Lande eindringen sollte (und weswegen auch nur die abgebrühtesten Soldaten hier Dienst ableisten). Nördlich und südlich des Walls verlaufen die Grenzbefestigungen noch etwa 15 Meilen weit in die Gebirge hinein, bestehen hier allerdings meist nur noch aus einer vier Schritt hohe Mauern, teils aus Felssteinen errichtet, teils von Dämonen aufgehäuft oder zusammengeschmolzen, dazwischen finden sich Wachtürme und Kasematten. Hier abseits der Horden von Untoten und Söldnern, ist es recht einfach in das Land der Toten einzudringen, wenn man die richtige Zeit wählt: Nachts patrouillieren Untote, tagsüber menschliche Söldner, aber die Stunden um Sonnenaufgang herum bietet eine gute Chance, ungesehen die ersten Meilen in den Schwarzen Landen zurückzulegen, denn dahinter wird es wesentlich ruhiger. Die andere Wahl wäre es, noch weiter nördlich oder südlich den Übertritt, aber zumindest im Süden liegen dann viele Meilen Niemandsland vor den Helden – Niemandsland, dessen Bewohner gerne jeden Eindringling ohne viel Federlesens erschlagen, egal ob lebend oder untot…
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