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Landmeister Týrian Siegeswild von Rabenmund-Mersingen
Bruder Týrian, Ritter vom Orden des
Heiligen Golgari, Schwingenführer der Schwinge "Borons Faust", Landmeister zu Devensberg, Junker
von Rabenmund und Edler von Devensberg
Der am 11. Boron 999 BF geborene Adoptivsohn des Barons Goswin d. J. von Rabenmund zu Bohlenburg und seiner Gattin Sylvind von Mersingen, dessen leibliche Eltern in den Wirren der Answinkrise zu Tode kamen, war stets ein verschlossener Bursche, dem das gesellige Parlieren ebenso abging, wie das ruchlose Streben nach Macht und Reichtum, für das viele Rabenmunds bis weit über die La ndesgrenzen hinaus bekannt sind. Still, ernst und immer mit einer Spur Zorn in den Augen, machte er schnell klar, dass er sich den weit reichenden Machtspielen der Familie zu entziehen gedachte. Schon früh verschloss er sich daher den versuchen seiner Adoptivmutter, ihn in die Familienpolitik einzubinden, ist sie doch kaum mehr als ein paar Götterläufe älter als er. So war der Weg in die Arme des Ordens nicht weit, ist doch das Haus Mersingen seit Jahr und Tag mit der Kirche des Herrn Boron verbunden. Erst mit dem stetigen Verfall seiner Heimat, kam die Erkenntnis das er der Unterstützung seiner Vettern und Basen bedarf, um die Feste Devensberg vor den Schergen Lucardus´ zu schützen.
Im Orden fand er die geistige Ruhe, nach der er stets strebte, in Verbindung mit einer Aufgabe, an der er wachsen konnte. Im Zuge seiner Knappschaft hat er zudem gelernt, seine jähzornige Ader zu beherrschen und die Energie sinnvoll zu nutzen. Als dann sein Vorgänger Eberwulf von Aschenfeld im Traviamond des Jahres 1027 BF bei der Verteidigung von König Brins Leichnam verstarb, wurde er auserkoren, fortan die Grenze zu den verdammten La nden zu schützen. Anders als sein Vorgänger, ist er häufig an der Grenze unterwegs und es heißt, er scheut auch vor nächtlichen Exkursionen ins Feindesland nicht zurück. Nicht zuletzt auf Grund seiner familiären Beziehungen folgte er nur wenig später Marbolieb von Espengrund im Amte als La ndmeister nach, als dieser beim Fall von Burg Boronia den Untoten Horden des Endlosen Heerbanns zum Opfer fiel.
Als darpatischer La ndadeliger nimmt er seine Aufgabe äußerst ernst und versteht sich, ganz im Sinne seiner tief verinnerlichten Rittertugenden, als Schutz und Wehr der darpatischen Bevölkerung. So weigert er sich hartnäckig das Wort „Wildermark“ auch nur in den Mund zu nehmen. Als Todernst wird er von seinen Mitbrüdern beschrieben und einen humorigen Geist kann man ihm wahrlich nicht unterstellen, ist ihm doch lautes La chen und frohgemutes Palavern ein Greul, dem entschieden zu begegnen sei. Hier zeigt sich die traviagefällige Erziehung, die er genossen hat und die zu einer gewissen Biederkeit geführt hat, denn wenn auch es die Lex Boronia nicht explizit verbietet, sieht er Tändeleien, außerhalb eines Traviabundes, nicht gern in den Mauern seiner Burg. Den Plänen des Ordens zur Inbesitznahme befreiten La ndes und der Errichtung eines Ordenslandes bringt er großes Wohlwollen entgegen, sieht er doch den Orden als Speerspitze im Kampf gegen die Heptarchen und will diesen Anspruch belohnt sehen.
Týrian ist von einem dunklen Charisma erfüllt, der seiner schlaksigen Statur und nicht übermäßig muskulös, Hohn spottet. Mit über 1 Schritt 90, zwar hoch gewachsen, hat er trotzdem mehr die Gestalt eines Höflings, denn die eines gestanden Ritters, der er allerdings ohne Zweifel ist. Seine fließenden Bewegungen sind wohl dosiert und zeugen von der exzellenten Ausbildung, die man ihm angedeihen ließ. Seine Handlungen muten dagegen pedantisch an, besonders was seine Kleidung betrifft . „Reinlichkeit kommt gleich nach Götterfurcht“ , lässt der ernste Ritter oft vernehmen und kommt dieser Tugend mehr als nach. Der knöcherne Schädel ist stets kahl rasiert, ganz so, wie es die Demut vor dem Herrn seiner Meinung nach geziemt.
Er hat ein fein geschnittenes Gesicht, tief liegende Augen und die blasse Haut eines Edelmanns. Besonders der stechende, anklagende Blick seiner dunklen Augen, mit dem er Gesprächspartner gerne zu belegen pflegt, erinnert an seine hohe Geburt. Stets liegt etwas Forderndes darin, was Freund wie Feind gleichsam nervös werden lässt. An Bedeckung trägt er den geweihten Rabenschnabel und sein Ritterschwert „Lumifahn“. Er gilt als verbissener Kämpfer, dem neben seiner Ausbildung eine inner Wut anzutreiben schient. Neben der stets blütenreinen Ordenstracht trägt er eine fein gearbeitete Brosche aus dunklen, matten Gestein am Brevier. Ein Geschenk der Mersinger Linie seines Onkels Gernot, den er im Stillen bewundert. Während des Jahrs des Feuers stellte er sich gemeinsam mit seinem Vater, Baron Goswin (d. J.) von Rabenmund gegen ihren Vetter Answin und hinter die junge Rohaja. Für diesen treuen Dienst erhielt er das Lehen Devensberg, das ihm fortan mit des Ordens Hilfe zum Wiederaufbau anvertraut wurde. Und so sammelt der „ Geist von Devensberg “, wie ihn das Gesinde im Stillen nennt, nach und nach borongefällige Streiter um sich, liegt die daimonische Trollpforte doch in Sichtweite der Burg.
Text: Tahir Zia Shaikh
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